Gufel
Kategorie: Fluren im Dorf
Dorfteil, ehem. Flur → Karte → Bilder
auch: 'Gubel' (19. Jh.), von röm. cuvel = Höhle, gelegen westlich und oberhalb des alten Dorfkerns, jenseits (nördlich) des Cosenzbachs. Im Nordosten grenzt sie an den Ueberbach-Dorfteil,im Süden und Südosten an den Cosenzbach, im Westen an die Glufishei-Bergwiese und im Südwesten an den Bachtobel. Im Norden bildet das Schneggatöbeli die Grenze der Flur. Der tiefste Punkt der Flur liegt in deren Nordosten am Cosenzbach auf ca. 574 m Höhe, der höchste Punkt an der Salazerstrasse am Übergang zum Schneggatöbeli auf ca. 610 m Höhe. Die Flur hat eine Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung von knapp 170 m, in Ost-West-Richtung von max. 90 m.
Über die Flur und an ihren westl. Rand entlang führt die Salazerstrasse, über die Wohnbebauung ein Zufahrtsweg ('Gufel'), welcher sich etwa in der Mitte der Wohnbebauung gabelt. Vom nördlichen Rand der Flur führt eine Treppe durch das Schneggatöbeli hinab zum Ueberbach. In hist. Zeiten führte das sog. Walchenwegli (auch: Mühligässli) von der Gufelmühle aus in den Bachtobel. Dieser Weg ist heute nicht mehr nachweisbar.
In historischen Zeiten war die Flur eine Bergwiese mit einer kleinen Gebäudegruppe direkt an der Gufelbrücke. Ab 1992 wurde die Wiese von einer Baugenossenschaft mit mehreren Wohnhäusern und zugehörigen Zufahrtswegen in mehreren Bauabschnitten überbaut.
Die historisch bedeutsame Mühle 'Gufelbrücke', welche mit dem Wasser des Cosenzbachs angetrieben wurde, wurde um 1800 erstmals erwähnt und 1939 ausser Betrieb genommen.
Die Gufelbrücke (auch: 'Gufelbruck') wurde 1972 mit dem Ausbau der Alpstrasse in die Oberberge neu errichtet.
Blick von Nordosten auf das Wohngebiet am Gufel unterhalb der Glufishei (oben rechts im Bild).
