Clara
Kategorie: Alpen & Fluren - Nordseite
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auch 'Chlara', 'Kloren' (1760), welche sich in einer Hanglage im nördl. Bereich des Gemeindegebietes von Untervaz befindet. Im Osten (zur Talseite hin) grenzt die Flur an die Wiesen des Mülelis, im Westen (bergseitig) an das Patnal. Im Süden stösst die Clara an das Eichwäldli und im Norden wird die Flur vom Wald der Saluem-Flur begrenzt. Die Flurgrenzen sind dabei nicht eindeutig. Zum Müleli hin kann ein lockerer Baumstreifen zwischen 563 m und 570 m Höhe als Abgrenzung gesehen werden. Auf einer Höhe von ca. 640 m geht die Clara in das Patnal über. Somit ergibt sich eine Ausdehung in Nord-Süd-Richtung von ca. 300 m und in Ost-West-Richtung von ca. 215 m (in Sichtachse). Vom Charakter her besteht die Flur aus Bergwiesen, die von einzelenen Bäumen und kleineren Bauminseln durchzogen ist. Teilweise stossen kleinere Felsplatten durch die Wiesen.
Bis zum Bau des Fahrweges 'Claraweg' zur und über die Flur Anfang der 70er Jahre des 20. Jh. gab es zur Flur nur einelne Pfade und schmale Fusswege. Die Flur wurde für Fahrzeuge somit erst mit dem Bau des Claraweges erschlossen. In Karten aus den 50er und 60er Jahren des 20. Jh. wurde ein Weg von Flumis zur Clara (und weiter nach Frättis) vermerkt, auf entsprechenden Luftaufnahmen aus dieser Zeit ist jedoch nur ein schwach ausgeprägter Pfad über die Wiesen erkennbar.
Mit dem Bau des Claraweges wurde auch der Obere Löserweg errichtet. welcher auf der Clara auf 599 m nach Norden vom Claraweg abzweigt und über Frättis weiter bis auf Mastrisler Flur führt. Sowhl der Claraweg als auch der Obere Löserweg sich durchgehend asphaltiert.
Auf Clara existiert ein kleines Gehöft (Berggut) mit Wohnhaus und Stadel (Gebäude Nr. 294 und 294A auf ca. 603 m Höhe), welches schon 1940 auf Luftbildern vorhanden war, zu dieser Zeit jedoch von deutlich mehr Bäumen umgeben war. Darüber hinaus existierte etwas weiter nördlich ein Stadel auf 608 m Höhe, welches in den Jahren 2023/24 mit einem modernen Maiensäss im Blockhausstil (Haus Nr. 295A auf 608 m Höhe) ersetzt wurde. Im Süden gab es in hist. Zeiten zwei kleinere Stadel auf ca. 594 m Höhe, wobei das kleinere davon am Ende des 20 Jh. abgerissen wurde. Das noch bestehende Stadel hat die Gebäude-Nr. 296.
Im Bereich der Clara-Flur gibt es u.a. auch Nennungen eines 'Clarabödeli'/'Chlarabödeli' (1939) sowie einer 'Colerina' (zuunderst Clara, 1448), wobei die Lage der Orte nicht bekannt ist.
Herbstlicher Blick von der Bergwiese auf der Clara-Flur auf ca. 620 m Höhe nach Nordosten
