Heratobel
Kategorie: Täler & Schluchten
Bereich: Tobel
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u.a. auch: Gutt Thobel (1669), Gut Tobel (1751), Herrentobel (1912), Herentobel, gelegen südl. von Prameisters, nördl. von Bärahag. An der Ostseite steigt der Hang im nördl. Bereich zum Gürstiga Chopf (1.132 m) auf, im südl. Bereich wird der Tobel vom unbedeutenden Tobelchopf (1.078 m) auf der Ostseite begrenzt. Geografisch dürfte der nördl. Punkt des Tobel vom höchsten Punkt des Prameistersweges auf einem unscheinbaren Sattel (Gürstiga Sattel) mit 1.087 m Höhe gerechnet werden. Im Süden reicht der Tobel exakt bis zur Abbruchkante (auf ca. 966 m Höhe) am Nordrand des Oldis-Talkessels (Haldensteiner Gebiet). An der Abbruchkante liegt auch die Gemeindegrenze zwischen Untervaz (nördl.) und Haldenstein (südl.). Eine grossen Teil der Strecke des Heratobels (Nord-Süd-Ausdehnung ca. 510 m) durchfliesst der Heratobel-Bach das Gelände. Im nördl. Abschnitt befindet sich im Tobel das Heratobelbrünneli (auf ca. 1078 m Höhe), welches den Heratobel-Bach speist. Etwa in der Mitte der Längsausdehnung des Tobel befindet sich das sog. Brückli (1.046 m, auch Brüggli), über das der ausgebaute Chöpfeweges verläuft.
Der südl. Abschnitt des Tobels ist durch einen etwas tieferen und schmalen Felseinschnitt charakterisiert. Unterhalb des sog. Brückli liegt die Heratobel Gülla, ein ebener Talboden, der bei starker Wasserführung des Heratobel-Bachs teilweise versumpft. Am Westhang im südl. Bereich des Tobels befindet sich auf ca. 1.084 m Höhe eine Quelle. Etwa unterhalb des Heratobelbrünnelis zweigt nach Südwesten ein Pfad schräg den Westhang des Tobels aufwärts ab, welcher bis zum Bärahag führt (Herentobelpfad).
Das Gebiet des Heratobel (Gutt Thobel) wurde 1669 von den Haldensteiner Herren verkauft und kam so in Untervazer Besitz. Die ehem. Gütergrenze ist noch durch ein Kreuz im Fels nahe des Heratobelbrünnelis dokumentiert.
Blick zum unteren Ende des Heratobels an der Abbruchkante zum Oldis-Talkessel
Ausschnitt aus der sog. Siegfriedkarte (um 1900) mit der damals vermerkten Lokation 'Herrentobel'
