Alter Curtanätscher Bergweg
Kategorie: Wege & Pfade
Hist. Bergweg → Karte
welcher am Burgweg, etwas nördl. der Burgruine Neuburg auf ca. 537 m Höhe einsetzte und sich bergwärts in südwestl. Richtung durch das südöstl. Gemeindegebiet von Untervaz bis zum ehemaligen Berggut Curtanätsch (auf ca. 1'003 m Höhe) empor zog. Der Weg war ca. 2 km lang und bewältige dabei einen Höhenunterschied von ca. 465 Hm. Vom sog. Schlossboda bei der Burgruine zog der Weg über das Lädli in Richtung Spöboda weiter aufwärts, folgte dort zunächst dem Graben im Spöboda, ehe er in einem steilen Aufschwung mit einer signifikanten Kehre (auf 832 m Höhe) deutlich an Höhe gewann. Etwas weiter folgte er dem Graben des Trockenbachs, welcher von der Curtanätsch über die Chriesbäum hinab zog. Am oberen (westl.) Ende der Talmulde der Chriesbäum (in alten Karten ebenfalls als 'Untertöbeli' vermerkt) zog er in kleinen Kehren und Schleifen aufwärts bis zum heutigen Chöpfeweg, dessen Wegverlauf wiederum dem Bergweg das letzte Stück bis zur Curtanätsch folgte. Im Bereich Chriesbäum wurde der Alte Curtanätscher Bergweg durch den Bau der neuen Vazer Alpstrasse verschüttet und die ehem. Wegführung dort ist nicht mehr eindeutig nachweisbar.
Der Weg hatte vor dem Bau des Chöpfeweges Anf. der 50er Jahre des 20. Jh. sicherlich zentrale Bedeutung für den Zugang zu dem kleinen Berggut unter dem Curtnätscher Chopf (1'073 m). In hist. Karten ist kein durchgehender Weg vom Lat über Prameisters bis zur Curtanätsch vermerkt. Mit dem Bau des Chöpfeweges verlor der Weg jedoch seine Bedeutung und verfiel. Streckenweise ist die Wegführung jedoch in den Wäldern unter dem Adler, am Spöboda und im Bereich Chriesbäum noch immer gut nachverfolgbar.
Der nunmehr erfasste Wegverlauf basiert auf hochauflösenden 3D-Radarbildern, auf denen der Weg den grössten Teil der Strecke noch immer gut erkennbar ist.
Ausschnitt aus der Bündner Landeskarte von 1953 mit dem dort vermerkten Wegverlauf
