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Chöpfeweg


Kategorie: Wege & Pfade
Waldweg → Karte

auch 'Köpfweg', 'Köpfeweg' zwischen 1950 und 1959 erbaut, sollte der befahrbare Waldweg die südöstlichen Gemeindegebiete an den sog. 'Chöpfen' erschliessen. Diese waren sehr waldreich und die Gemeinde drang darauf, diese forstwirtschaftlich besser zu erschliessen, auch um damit die damalige finanzielle Situation der Gemeinde durch den Holzverkauf verbessern zu können.
Der Chöpfeweg beginnt am Fallboden (Wegabzweig am Pt.784) und verläuft über ca. 3.74 km überwiegend in südl. Richtung bis zum unteren Bärahag. Dabei überwindet er einen Höhenunterschied von 260 Hm.
Erste Planungen zum Waldwegprojekt 'Köpfe' begannen schon 1934, als ein erstes Gutachten durch Forstingenieur Gamma zum Projekt erstellt wurde. Daraus wurden noch 1939 erste Baupläne erstellt. Die Ausführung der Arbeiten wurde in 3 Sektionen unterteilt. Die I. Sektion umfasste das Wegstück zwischen Fallboden und Pramanengel, entlang des Hochries. Die II. Sektion war für das Teilstück von Pramanengel durch das Undertöbeli bis zum Curtanätsch-Berggut vorgesehen. Die III. Sektion gab es in zwei Planungsvarianten, einmal von der Curtanätsch nördl. und östl. um den Curtanätschchopf herum, einmal (wie später realisiert) von der Curtanätsch über den Steggatobel bis unter den Bärahag. Der Bau lässt sich, neben den Planungsunterlagen, auch anhand alter und späterer Luftaufnahmen sowie Landkarten rekonstruieren.
Zuvor gab es nur einzelne Pfade und Wege (u.a. Heratobelweg, Herentobelpfad, Steggatobelweg, Satzweg) in diesem Gebiet.
In der aktuellen Klassifikation der Alpwege und -Strassen wird ein Teil der Strecke als W65.2 (Teil von Sektion II bis Undertöbeli) geführt. Diese Teilstrecke ist Bestandteil der ab ca. 2020 neu definierten Vazer Alpstrasse (zur Hinteralp), welche ab dem Burgherteli (Ende Burgweg) aufwärts bis Zalt führt und so den Alpstrassen-Verkehr durch das Dorf verringern soll.
Am Rande des Chöpfeweges stand bis November 2025 im Undertöbeli die Killias-Tanne (link), deren 'Rettung' auf eine Kontroverse zwischen dem damaligen Kreisförster Killias und dem lokalen Förster Philipp während des Baus des Chöpfeweges in diesem Bereich zurückgeht.

Hist. Foto - Bau Chöpfeweg
1951 - Bauarbeiter der Fa. Hs. Galliard beim Errichten einer Natursteinmauer am Hang. Tunnel am Chöpfeweg
Felstunnelausgang des Chöpfeweges unter dem Gürstiga Chopf

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