Kategorie: Alpen & Fluren
Bereich: Südliche Berge
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u.a. auch 'Fallböda','Valboden' (1932), 'Falboden' (1889), die in einer flachen Hangmulde zwischen 780 m (am Faraboda) und 925 m (am Beginn des Valbella-Steiges) liegt. Im Norden wird sie vom oberen Ende einer langezogenen Felswand, dem Faramürli begrenzt. Südl. und südwestl. ragte der dicht bewaldete Berghang des Färawaldes auf. In Ost-West-Rinchtung hat die Bergwiese eine Ausdehnung von ca. 680 m, die Breite in Nord-Süd-Richtung liegt im Durchschnitt bei ca. 120 m, im oberen (westl.) Bereich jedoch stetig abnehmend. Der untere Teil der heutigen Fallboden-Flur wird auch als Faraboda (auch Färaböda) bezeichnet, ist jedoch als eigenständige Flur nicht mehr vermerkt.
Im Südöstl. Bereich des Fallbodens findet sich ein Felsbuckel (ca. 821 m), das Fallbodenbüheli, welches aus dem ansonsten relativ ebenen Boden der Bergwiese heraus ragt. Am Nordostrand, über dem Faraboda, erhebt sich das unscheinbar Farabodabüheli (791 m), dessen südwestl. Abhang auf dem Faraboda liegt.
Am Nordrand des Farabodas findet sich eine ehem. aufgelassene Kiesgrube, die heute gelegentlich als Parkplatz für Wanderer dient.
Der Baumbestand auf dem Fallboden ist vernachlässigbar, vor allem seit der intensiven Rodung im untern (südöstl.) Bereich im Jahre 2023. Ein kleiner, lichter Lerchenbestand findet sich am Nordrand der Bergwiese.
Vereinzelte Bäume finden sich um den Strassenabzweig Alte Vazer Alpstrasse / Chöpfeweg.
Die ebene Fläche am Nordrand des Fallbodens am Fallbodenrank wird auch auch als Hochmur (erwähnt 1940, auf ca. 827 m Höhe) bezeichnet. Dort befindet sich eine der Viehtränken mit einem Betonbrunnentrog. Ein weiterer Brunnen befindet sich in der Kurve der Alpstrasse auf ca. 807 m Höhe, eine Viehtränke mit Holztrog findet sich ausserdem am Nordrand der Bergwiese auf ca. 907 m Höhe. Das Wasser dafür wird von der Flidis-Bergwiese hergeleitet.
Im unteren Bereich des Fallbodens, knapp unterhalb (östl.) des Chöpfeweges, befand sich in historischen Zeiten der Pflanzgarten, ein Karree zur Aufzucht von Jungbäumen (auf ca. 783 m Höhe). Die quadratische Fläche ist auf Radarkarten noch immer gut erkennbar, ansonsten aber vom Gras überwachsen.
Über die Bergwiese ziehen sich zwei bedeutende Bergwege bzw. -Strassen. Im unteren Teil (ab Faraboda) zieht der Chöpfeweg in südl. Richtung über die Bergwiese. Die Alte Vazer Alpstrasse zieht ebenfalls vom Faraboda aufwärts, allerdings zuerst in westl. Richtung am Nordrand der Bergwiese aufwärts. Ab dem Fallbodenrank (ca. 833 m) zieht sie in südwestl. Richtung quer über die Hangmulde in Richtung 'Bös Tritt'.
Dazu führen diverse Bergwege und Pfade vom Fallboden weg bzw. enden dort. Ganz im Westen (am oberen Ende) beginnt der Alte Zanoppissteig, der weiter zur gleichnamigen Bergwiese aufwärts führt. Vom Südrand führt der verfallene, historische Bös-Tritt-Weg auf 837 m Höhe weg. Am Nordrand mündet der Siabzener Weg auf ca. 826 m in den Fallboden, der von Michels Bündti herauf kommt. Im Nordosten, am Faraboda, endet der kurze Farabodaweg, welcher ebenfalls vom Michels Bündti aufwärts führt.
Am Nordrand des Fallbodens, auf ca. 872 m Höhe, befindet sich eine kleine Felskanzel mit einem schönen Ausblick auf Untervaz, der Fallboden-Blick.
Bei sehr trockenen Verhältnissen wird wegen Waldbrandgefahr das Scheibenschlagen (Schibaschlaha) für die jungen, ledigen Männer vom Schibastab (oberhalb der Halbmil) zum Fallboden verlegt. Der Abschlagpunkt befindet sich dann knapp oberhalb des Fallbodenranks (auf ca. 845 m Höhe), in dessen Kurve ein Holzstapel dafür vorgehalten wird. Ein weiterer Abschlagpunkt besteht dann auch an der Alten Vazer Alpstrasse am Südrand des Fallbodens auf ca. 867 m Höhe.
Blick vom Fallbodenbüheli auf den unteren Teil der Bergwiese mit dem Faraboda