Kategorie: Alpen & Fluren
Bereich: Südliche Berge
Grösseres Berggut → Karte
u.a. auch: Lot (1448), Lath (u.a. 1769), Latt (1833), lat. latus = breit, zwischen der Erhebung Valdrugs im Norden und dem Later Chopf im Süden gelegen. Das Lat hat den Charakter einer weitläufigen und stark gegliederten Bergwiese mit diversen Maiensässen und Stadeln. Das Gelände ist von einzelnen Bauminseln und kleinen Felshöckern durchsetzt. Die Flurgrenzen sind dabei nicht ganz eindeutig. Nach der offiziellen Flurkarte des Kantons Graubünden reicht das Lat im Westen bis zum Rüschlarank der an der Vazer Alpstrasse hinauf. Im Osten geht es in einer eher willkürlich gezogenene Flurgrenze zur hinteren Pramanengel-Bergwiese über. Danach liegt der tiefste Punkt des Lat im Osten bei ca. 940 m Höhe, im Westen dagegen bei ca. 1.120 m Höhe. Die Ausdehnung von West nach Ost beträgt ca. 780 m, von Nord nach Süd bei ca. 390 m.
Im Nordwesten mündet der Parnizliserbach in die Flur. Einen oberirdischen Abfluss vom Lat gibt es nicht. Im Norden der Flur, direkt unter den Südhängen vom Valdrugs, existiert ein Graben im Gelände, durch den ein Abfluss (unterirdisch) in Richtung Vorder Pramanengel erfolgt. Durch die Senke im Nordwesten der Flur bildet sich dort eine sumpfige Wiese, die Later Gülla. Im zentralen südlichen Bereich liegt die Later Gass, ein Graben im Gelände, der als Fortsetzung dreier zusammenlaufender Gräben aus Südwesten (ua. von der unteren Schwemmi) betrachtet werden kann.
Zum Lat hinein führt ein Stichweg von der hinteren Pramenengel hinauf. Der Prameistersweg streift das Lat an seinem Westrand. Von Westen her mündet der Platjustweg in das Lat (auf ca. 1.009 m Höhe), direkt am Prameistersweg. Von Süden her mündet ein Pfad vom Obertöbeli kommend in das Lat.
Das Lat ist trotz seiner etwas abgeschiedenen Lage in Teilen ganzährig bewirtschaftet.
Blick vom Nordosten über die Flur in Richtung Wislichopf
Ausschnitt aus der offiziellen Flurkarte mit den darin vermerkten Flurgrenzen