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Castrinis

Kategorie: Alpen & Fluren - Nordseite
Hist. Berggut → KarteBilder

auch: 'Calstrinis', 'Gastrines' (1496), 'Chastdrinis' (1744), von Kastell / castellum (Schloss), welches oberhalb (nördl.) des Bachtobels im Valcosenz auf einer Geländeterrasse liegt. Im Nordosten grenzt es an den Buchwald (auch Buochwald), im Nordwesten an den Lärchawald und im Norden an den Ochsenboden (auch: Oksaboda). Die Bergwiese erstreckt sich in Südwest-Nordost-Richtung über ca. 265 m und un Nord-Süd-Richtung über ca. 205 m. Der tiefste Punkt liegt im Nordosten auf ca. 780 m Höhe, der höchste Punkt im Westen auf ca. 838 m Höhe.
Die Flur hat den Charakter ein sanft gewellten und nach Südwesten hin leicht ansteigenden Bergwiese, die im Südosten von einem wallartigen Hügel begrenzt wird. Im Norden der Bergwiese, in unmittelbarer Nähe des Alten Alpweges, befindet sich ein Stadel mit Maiensäss (auf ca. 799 m Höhe / Haus Nr. 335 u. 335-A). Das Gebäude der Maiensäss wurde in den Jahren 2021/2022 aufgeständert und erweitert.
Im Nordosten der Bergwiese tangiert der Alte Alpweg in Richtung Oberberge und Salaz auf ca. 797 m Höhe mit dem Castrinisrank das Berggut. Nur wenige Meter in nordwestl. Richtung zweigt auf 801 m der Zugang zur Burgruine Rappenstein im unteren Valcsoenz ab. Der Steig zur Burgruine führt von dort nördlich und nordwestl. um die Bergwiese herum.
Im nordöstl. Winkel der Bergwiese fällt steil die kleine und schmale Castrinistola ab.
Das Berggut wurde erstmals im Jahre 1448 als Besitz der Thumb von Neuburg erwähnt. Darüber hinaus wird das Berggut der Felshöhle Rappenstein in historischen Zeiten als landwirtschaftliche Fläche zugerechnet. Es ist u.a. ein Schauplatz zahlreicher regionaler Sagen, z.B. Schlüsseljungfrau, Goldenes Chegelspiel etc. Castrinis wurde als Trockenwiese von regionaler Bedeutung erfasst (TWW-8069).
Am äussersten Südwestrand der Bergwiese findet sich ein sog. erratischer Block, ein Findling von ca. 8 qm Grösse aus dunklen, feinkörnigen Aaregranit. Darüber hinaus wird im Flurnamenverzeichnis des Burgenvereins ein Castrinisstein erwähnt, dessen Position jedoch unklar ist.

Castrinis
Blick von Zanoppis auf das Berggut

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