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Brotjoggli

Kategorie: Berge & Anhöhen
Gipfel
Karte

auch Sattel, Gipfel (höchster Punkt 2.116 m, in alten Karten 2.121 m oder auch 2.113 m) auf dem nördl. Hauptkamm des Calanda-Bergmassivs zwischen Berger Calanda und der Stelli.
Der Name des Gipfels ist umstritten! In aktuellen und offiziellen Karten trägt er diesen Namen. Nach älterer Auffassung war es auf Grund der sattelförmigen Kontur des Gipfels der 'Sattel'. Damit war dann im eigentlichen Sinne der Sattel zwischen dem Brotjoggli und dem Chli Joggli gemeint. Der Name 'Brotjoggli' war eindeutig dem Abschnitt vom Alpweg von der Mastrilser Alp zu Alp Salaz unterhalb (südöstl.) des Brotjogglis zugeordnet. Gemäss mündlicher Überlieferung leitet sich der Name von einem Joggli (Jakob) ab, der aus dem Dorf das Brot in beide Alpen trug und dabei jeweils diesen Pfad als Verbindungsweg zwischen den Alpen benutzte. In einer älteren Amtskarte wurde zwischen 'Oberer Sattel' (zwischen Brotjoggli und Chli Joggli) und dem 'Unteren Sattel' (zwischen Brotjoggli und Stelli) unterschieden. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich aber die Gipfelbezeichnung 'Brotjoggli' fest eingebürgert. Der inoffizielle Name 'Chli Joggli' ist in den Karten nur als Höhenmarke (Pt.2093) eingetragen.
Das Brotjoggli teilt sich in drei Gipfelkuppen, dem Südwestgipfel (mit 2.116 m höchster Punkt), dem felsigen und steil zum Taminatal hin abfallenden Nordostgipfel (2.114 m) sowie das etwas weiter im Süden liegende 'Chli Joggli' (2.093 m), welches mit den anderen beiden Gipfeln über einen flachen Sattel (2.064 m, ehem. 'Oberer Sattel') verbunden ist und vom höchsten Punkt ca. 182 m entfernt liegt. Im Norden fällt der Gipfel in steilem Grashang zum ca. 150 Hm tiefer gelegenen 'Sattel' ab. Darüber verläuft auch die allgemeine, weglose Aufstiegsroute auf den Gipfel. Im Westen hingegen fällt der Gipfel über Felswände und sehr steile Geröllschrofen zur Flur 'In da Ahorna' und zur deutlich tiefer liegenden Bergschulter, dem Älplistein (auch: Älplistei) ab. Vom Sattel ('Oberer Sattel') zwischen dem Hauptgipfel und dem Chli Joggli zieht nach Westen und Südwesten über steilen Grasschrofen ein Seitenarm des Schrötertobels hinab. Auf der Nord- und Nordwest-Seite zieht sich am Fuss des Berges die Bergwiese Calannaluz hin. Zum Brotjoggli wird die kleine Felskuppe am Wanderweg, das Gitzichänzli hinzugezählt.

Brotjoggli vom Vättnerberg gesehen Blick auf den felsigen Nordwestgipfel des Brotjogglis vom Vättnerberg (jenseits des Taminatals) Amstkarte Brotjoggli Ausschnitt aus einer älteren Amtskarte des Kantons Graubünden mit der Lage des Brotjogglis (Pt.2113) Hist. Karte Brotjoggli Ausschnitt aus einer hist. Landkarte von vor 1950 mit der Lage des Brotjogglis (Pt.2121)

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